Islamismus? Islamophobie? Islamkritik – Schwierigkeiten einer emotionsgeladenen Debatte zwischen Kritik und Vorurteil

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann
Das Vorurteil, „die Ausländer“ würden „uns Deutschen“ die Arbeitsplätze wegnehmen und die Sozialkassen plündern, ist weit verbreitet. Gegenüber Mitbürgerinnen und Mitbürgern mit muslimischem Hintergrund tritt diese Fremdenfeindlichkeit oft besonders unverblümt auf. Häufig verbindet sie sich mit der Herabwürdigung einer angeblich „ganz anderen“ Kultur, die
„nicht zu uns passt“. Doch Musliminnen und Muslime sehen sich nicht nur vielen Vorurteilen und Anfeindungen der Mehrheitsgesellschaft ausgesetzt. Nicht wenige von ihnen leiden auch unter einer besonders patriarchalen und emanzipationsfeindlichen Ideologie, die „aus den eigenen Reihen“ kommt. Wie ist mit dieser verwickelten Sachlage umzugehen? Sollte man, um Vorurteil und Ressentiment nicht weiter zu befördern, besser zu islamistischer Unterdrückung und Gewalt schweigen? Sollte man aus Solidarität gegen patriarchale Gewalt ein Auge gegenüber dem grassierenden Vorurteil zudrücken? Oder gibt es einen Weg, humanistischen und emanzipatorischen Ansprüchen auch in einer schwierigen und emotionsgeladenen Auseinandersetzung gerecht zu werden? Inwiefern können Begriffe wie „Islamismus“, „Islamophobie“, „Islamkritik“ usw. dabei helfen, die Problematik besser zu erfassen?
Der Referent ist aktiv in dem Zusammenschluss emanzipation&frieden.

Am 1. Oktober 2015 um 20.00 Uhr
Im Infoladen Landshut
Alte Bergstraße 146, 84028 Landshut
Eine Veranstaltung der VVN/BdA Landshut

Informationsveranstaltung zur Situation in Griechenland nach dem Regierungswechsel

greece protest

++++Veranstaltung wird verschoben++++

Aufgrund einer Erkrankung wird die Veranstaltung auf Dienstag, 07.07.15 verschoben. Beginn ist ebenfalls um 19.30 Uhr im Infoladen Landshut.

am 12.05.2015 um 19.30 Uhr im Infoladen Landshut

Alte Bergstraße 146 84028 Landshut

Nach dem Wahlsieg von Syriza in Griechenland Anfang des Jahres und der schnellen Regierungsbildung der Wahlsiegerin mit der rechtspopulistischen Partei „Anel“ schlagen die Diskussionswellen in der Linken hoch. Dabei fällt nicht nur auf, dass diese Wellen bis in die Vorstände der Linkspartei reichen und sich auf das Abstimmungsverhalten von Delegierten im Bundestag auswirken (z.B. das begründete Sondervotum der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden SarahWagenknecht). Erstaunlich ist auch, mit wie wenig Informationen manche Diskutanten lebenswichtige Fragen der europäischen Politik entscheiden wollen. Deswegen möchten wir uns in einer Informationsveranstaltung erst mal einiges Wissen erarbeiten als Voraussetzung dafür, sich eine Meinung zu bilden. Folgende Fragen leiteten dabei unsere Vorbereitung:

1. Zu den ökonomischenn Ursachen der Staatsschulden Krise in der EU: Inwieweit ist die aktuelle Situation in Griechenland durch die weltweite Krise an den Geldmärkten bedingt, inwieweit beruht sie auf griechischen Besonderheiten der gesellschaftlichen Entwicklung, inwieweit folgt sie aus einem Ungleichgewicht der Entwicklung in Griechenland zu anderen Euro-­‐Staaten, inwieweit war der griechische Staat schon vor den Memoranden der Troika pleite?

2. Zur Architektur der gemeinsamen Währung und Konstruktion des Euro: Hat der neue griechische Finanzminister Varoufakis recht mit seiner Analyse, das Problem bestehe darin, dass EZB und Regierungen der Euro-­‐Staaten mehr gegeneinander als miteinander
arbeiten, welche Bedeutung hatte der Euro überhaupt für die Krise in
Griechenland?

3. Zur Rolle falscher Politik bei der dramatischen Zuspitzung der Situation:
a) Die EZB: ist die Europäische Zentralbank der ausschlaggebende
Faktor, der die Entscheidungen trifft und die Verantwortung trägt?
b) Die Interessen der Regierung in Deutschland: bestimmt Berlin die
Politik der Euro Staaten und bestimmt Schäuble, welche Politik Merkel in Europa macht, ist Deutschland der Zahlmeister oder genießt es mehr Vorteile von der Staatsschulden-­‐Krise im
Euroraum?
c) Die Troika: dienen die Memoranden der Troika nur der Rettung der
(vor allem in Deutschland und Frankreich ansässigen) Banken, legt die Troika fest, welche Sparmaßnahmen die griechischen Regierungen ergreifen müssen oder gibt sie nur vor, wie viel gespart werden muss?
d) Die Möglichkeiten der Politik in Griechenland: beschließt die betreffende griechische Regierung, mit welchen Sparmaßnahmen sie die mit der Troika vereinbarten Ziele erreichen will, woher soll man das Geld nehmen für eine neue Politik, ist gar ein Austritt für Griechenland die bessere Lösung?

4. Die neue Regierung in Griechenland: wer sind „Anel“ und Syriza, in welchem Verhältnis stehen sie zum bisherigen Parteiensystem in
Griechenland, welche Macht besitzen Parteien im griechischen Staat?

5. Gibt es nach der Wahl eine echte Chance für einen Neuanfang,
entwickelt sich eine Ökonomie jenseits des Kapitals, welche Rolle
spielen dabei Arbeitskonto, eigener Anbau, Selbsthilfe in Verteilung
und Produktion?

Der Referent Micha ist gewerkschaftlich organisiert und engagiert, hält Vorträge zu ökonomischen Fragen und gibt Kurse zur marxschen
Ökonomie-­‐Kritik.

Fahrt zur KZ-Gedenkstätte Mauthausen vom 18. bis 19. April 2015

 

Einfahrtsgebäude_zum_KZ_Mauthausen Dnalor_1 Wikimedia Commons CC-BY-SA 3.0

Programmpunkte:

Nach der Anfahrt von Landshut (255km) soll in ein oder zwei kleinen Gruppen (max. 15 Leute und guide) die bekannteste KZ-Gedenkstätte Österreichs in Mauthausen (ca. 20 km östlich von Linz, Oberösterreich) besucht werden.

Dort werden mit einem ausführlichen Rundgang das Gelände des Konzentrationslagers und die Gedenkstätte besichtigt. Es soll über die Geschichte des Ortes und den historischen Kontext informiert und diskutiert werden. Die Führung ist stark interaktiv geprägt, das pädagogische Konzept, an dem sich der Rundgang orientiert, findet sich auf www.mauthausen-memorial.at/paedagogik. Ein reservierter Seminarraum im BesucherInnenzentrum kann außerdem zur Vor- bzw. Nachbereitung genutzt werden.

Anschließend wird das Zweiglager Gusen besucht. Den Abend werden wir in Linz verbringen und im Jugendgästehaus in Linz übernachten. Am nächsten Morgen wird uns nach dem Frühstück ein kurzer Vortrag über den Wandel gesellschaftlicher Bilder von Behinderung einstimmen und danach der Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim mit Führung besucht. Nach einer eventuellen Einkehr ist dann unsere gemeinsame Rückfahrt geplant.

Abfahrt: Sa 18.04. in der Früh in Landshut (genaue Zeit und Ort wird bei Anmeldung bekannt gegeben)

Rückkunft: So 19.04. nachmittags in Landshut

Leistungen:

  • Hin- und Rückfahrt mit Privat-Pkws
  • 1 Übernachtung mit Frühstück im Jugendgästehaus Linz (4 Bett-Zimmer, Handtuch selbst mitbringen)
  • Führung und Eintritt im KZ- Mauthausen mit reserviertem Seminarraum (Vor- bzw. Nachbesprechung), Führung im Zweiglager Gusen und im Schloss Hartheim

Verbindliche Anmeldung bitte möglichst früh (Teilnehmeranzahl begrenzt) jedoch bis spätestens 04.04. 2015 (wichtig u.a. wegen Organisation der Pkws und Übernachtungen)

Teilnehmerbeitrag: 49,-€

Anmeldung bitte per E-mail an: m.kroiss@web.de

 

Links zu Informationen:

www.mauthausen-memorial.at

www.schloss-hartheim.at

www.landshut.vvn-bda.de

www.bayern.vvn-bda.de

www.vvn-bda.de